Die Johannesapokalypse ist zu einem Schwerpunkt der gegenwartigen neutestamentlichen Forschung avanciert. Ihre historische Einordnung und Datierung sowie ihre traditions- und religionsgeschichtlichen Hintergrunde werden ebenso intensiv diskutiert wie ihre literarische Rhetorik und ihre theologische Konzeption. Der Band vereint Vortrage eines Munchener Symposiums mit zusatzlich angefragten Beitragen. Im ersten Teil Kontexte werden Fragen der Textgestalt und der Traditionsbezuge, der historischen Einordnung und der Datierung eroertert. Ein zweiter Teil thematisiert Konzepte der Apokalypse; darin wird u.a. Fragen nach der Christologie und Eschatologie nachgegangen, ferner stehen die Rede vom Martyrium und Untersuchungen zur Redaktion und theologischen Intention des Werkes im Mittelpunkt. Der abschliessende dritte Teil Wirkungen fokussiert Schwerpunkte der Rezeption vom Montanismus und der Thomasapokalypse uber Laktanz und Andreas von Caesarea bis zur orthodoxen Liturgie und zur Kunst William Blakes. Die Beitrage bieten einen reprasentativen Einblick in die wesentlichen Diskurse zur gegenwartigen Apokalypseforschung.