Eine globale Zukunft in der Geschichte eines einzigen Dorfes Nach einem Jahrzehnt in Peking, wo sie zur Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin wurde, kehrt Liang Hong in ihr Heimatdorf in der Provinz Henan zurück. Dort trifft sie auf eine weit verzweigte Familie, gezeichnet von den tiefgreifenden Umbrüchen der chinesischen Gesellschaft, und auf ein Dorf, das durch Abwanderung, Vernachlässigung und ökologische Schäden aus dem Gleichgewicht geraten ist. In einer Mischung aus Familienmemoiren, literarischer Beobachtung und sozialer Analyse verwebt Liang ihre poetisch-präzise Erkundung zu einem Bestseller, der ihr landesweite Aufmerksamkeit brachte. Monate lang durchstreifte sie Straßen und Felder, sprach mit Verwandten – allen voran ihrem reizbaren, unvergesslichen Vater – sowie mit Dorfbewohnern aller sozialen Schichten, von Beamten bis zu Ausgestoßenen. Für viele Leserinnen und Leser spiegeln sich in ihren eindringlichen Interviews die eigenen Lebensrealitäten wider. Liangs Beobachtungen über die größte Land-Stadt-Migration der Gegenwart und ihre Folgen fanden breite Resonanz. "China in einem Dorf" erzählt die Geschichte des heutigen China – durch die Augen einer scharfsinnigen Beobachterin, einer Familie und eines einzigen Dorfes.