Dieses Buch geht dem Spannungsfeld nach, in dem sich Stadtkrieg und das humanitäre Völkerrecht begegnen: Zivile Wohngebiete werden zum Frontlinien‑Raum, Häuser werden zu Stützpunkten, und Zivilistinnen werden zum Schutzschild oder Opfer. Es erläutert, wie die Genfer Konventionen und Zusatzprotokolle menschliche Schutzschilde verbieten und wie sich dieses Verbot in der Praxis von Gaza, Mossul, Städten Osteuropas und anderen Konflikten bricht. Statt einfacher Verurteilungen zeigt das Buch, auf welche Dilemmata sich Angreifer und Verteidiger gleichermaßen eingelassen sehen – und wie sich in solchen Lagen die Grenzen zwischen Recht, Militärlogik und moralischer Verantwortung verwischen.