Was zählt am Ende wirklich?
Frank Wenzlow hat seine große Liebe an einen hochaggressiven Krebs verloren, aber anstatt aufzugeben und in Trauer zu versinken, hat er einen Rettungswagen gekauft und erfüllt nun sterbenden Menschen den letzten Wunsch. Einmal noch an Weihnachten bei der Familie, ein letztes Mal ans Meer oder zurück in die eigene Wohnung.
Wenn das Leben leiser wird, sind es oft Fremde, die zu Wegbegleitern werden. Ehrenamtliche, die letzte Wünsche möglich machen, Sterbebegleiter und Sterbebegleiterinnen im Hospiz, Menschen im Palliativdienst, die zuhören, bleiben, tragen.
Der Journalist Alexander Krützfeldt hat Wenzlow über ein Jahr begleitet, um dem nachzuspüren, was Sterbende bewegt, und um zu erfahren, was wir hoffen, vermissen und bereuen werden, kurz bevor wir sterben. "Letzte Wünsche" ist ein Buch über Solidarität, über gegenseitige Hilfe, über das, was letztlich zählt: dass es nicht egal ist, wie wir leben. Und dass wir jederzeit selbst etwas für uns und andere tun können, um das zu ändern, und von der tröstlichen Gewissheit, dass niemand allein gehen muss - und dass es nie zu spät ist, etwas Menschliches zu tun.